Uranstaub-Sterntaler

Uranstaub aus Uranmunition verbreitet sich mit der Zeit über die gesamte Erde.

Uranstaub entsteht vor allem durch Uranmunition, Urangeschossen und Uranbomben. Er wird aber auch bei Flugzeugabstürzen freigesetzt, die Uranmunition an Bord haben oder bei denen Uran als Gewichtsausgleich z.B. in den Tragflügeln eingesetzt wurde. Das charakteristische Merkmal bei Uranbomben sind die weißen Sterne, die nach dem Einschlag um die große Staubwolke herum erscheinen. Uranstaub verbreitet sich in feinsten Nanopartikeln und geht durch Zellwände hindurch. Staubmasken helfen nicht dagegen, den giftigen und hochradioaktiven Uranstaub einzuatmen. Der Uranstaub aus dem Irakkrieg war noch in Großbritannien messbar. Längerfristig wird sich der Uranstaub über die gesamte Erde verteilen. Diese Uranstaub-Partikel des verwendeten abgereicherten Urans strahlen über 4,6 Mrd. Jahre. Weiterlesen

Die Seele und das Wesen der Gier

Kindesseele flieht der Gier

„Kindesseele flieht der Gier“ Regina Carmen, Öl auf Leinwand, 4|2016

Wenn die Gier ganz allgemein(!) über den Menschen Macht gewinnt, wirkt sie wie ein unruhiger, ungebändigter Trieb. Der Mensch überschreitet dann eine Grenze, bei der das Physische über das Seelische dominiert. Die Seele zieht sich zurück, sie „flieht“. Weiterlesen

Die Seele verlässt den Körper

Die Seele verlässt den Körper

Die Seele verlässt den Körper. Der Tod als Übergang in die geistige Welt.

Öl auf Leinwand
Gesamtgröße ca. 220 x 180 cm, unterteilt in 2 Keilrahmen

Das Diptychon bestehend aus zwei ungleichen Bildteilen war von Anfang an geplant. Es unterstützt das Thema irdische und geistige Welt.

Inspiriert hat mich ein Gedanke Rudolf Steiners, der auf die Frage, wie man Kindern das Thema Tod nahe bringt, antwortete, man könne sagen, das Sterben ist wie der Schmetterling, der seinen Cocoon verlässt.

Verwoben

Thema: Die Welten sind verwoben

Das Thema Mensch und Jenseits drückt sich indirekt in vielen Kunstwerken aus. Es liegt allein in der Bemühung, nicht nur das Physische, Naturalistische abbilden zu wollen. Die Maler wollen in der Regel nicht das machen, was die Fotografie tut: eine gesehene Situation ablichten bzw. abbilden. Die Neigung zu Abstraktionen, das Verlassen des Gegenständlichen wird den Künstlern häufig als Bequemlichkeit ausgelegt, als Ausweichen, weil man’s nicht mehr kann. Ich sehe dahinter meist eine Art Spiel mit dem Nicht-Offensichtlichen.

Thema: Der Mensch ist verwoben

Mich beschäftigt seit einiger Zeit das Thema Mensch und Raum. In was ist man als Mensch hineingestellt? Hört das Dasein an der physischen Grenze auf?

Monotypien ausgestellt

Am 1. Oktober 2017 hat der Schuhladen Trippen in Heidelberg (Heumarkt, Altstadt) meine Monotypien ausgestellt. Die Technik der Monotypie bot sich für das Schaufenster an, da der Druck von außen und die Zeichnung mit dem durchscheinenden Druck von innen zu sehen ist. Weiterlesen

Tod und Leben

Selbstbildnis in Öl auf Leinwand

Der Tod betrifft alles physische Leben, die Materie, die in ihrer Festigkeit vor allem im Mineralischen des Skeletts zum Ausdruck kommt, während das Lebendige im Wachstum zu sehen ist – hier symbolisch in der Blume.

Abbau und Zerfall steht neben Aufbau und Gedeihen – zwei polare Gegensätze. Ich halte beides in meinen Händen, es ist ein Teil meines Lebens und es zeigt sogleich die Gültigkeit für jedes Lebewesen auf dieser Erde.

Ebenso stehen sich Licht und Dunkelheit im Hintergrund gegenüber. Sie gehören zu den Polaritäten des Lebens wie Tag und Nacht.

Feindbild

Das Feindbild

In großer Entschiedenheit,
Scheinbarer Objektivität
Und wichtiger „Aufklärung“
Sind sich alle einig
Wer der Böse und wer der Gute ist.

Der Andere,
der Fremde,
der Barbar,
der Konkurrent,
der Feind,
der Ketzer* oder –
der Ungläubige, Ungleiche, Unbeherrschbare, Unzivilisierte, Unliebsame, Böse.

Feindbild gegen Feindbild
In jeweiliger Färbung
„Jedem das Seine“
In chaotischen Zeiten
mit Lüge, Täuschung und Manipulation.

Woran erkennt man es – dieses Feindbild?
Es beginnt mit erfundenen Geschichten.
Es folgt eine vorgegebene Moral,
Ein Überschwang an Einsatzbereitschaft,
Die Gewaltbereitschaft in Euphorie für das Gute,
Und schließlich die Bereitschaft zum Töten,
Wobei der Zweck die Mittel heiligt.

In vermeintlicher Freiheit,
In Angst vor dem „Bösen“
Schließen sich die Menschen an:
An die Sicherheit des „Guten“
An den Schein des „Guten“
Mit gelernten Worten
aber ohne Ich.

 

* 3 Monate nach Beginn des ersten Weltkrieges sprach Rudolf Steiner darüber, wie man entsprechend der nationalen Gestimmtheit eines Volkes seinerzeit die Menschen vom Krieg überzeugen könne, indem der andere für den Italiener der Fremde, für den Franzosen der Barbar, für den Briten der Konkurrent, für den Deutschen der Feind und für den Russen¹ der Ketzer sei. (Dabei unterschied er allerdings Individuum und Volksprägung.)

¹ Man bedenke: Das war die Zeit vor dem Bolschewismus und späteren pol. Sozialismus in Russland. Gemeint ist wohl die Begründung eines Krieges mit dem Feindbild des „Ungläubigen“ oder „religiösen Verräters“, die den Menschen da erreicht, wo er sich kollektiv identifiziert. Dies ist aber nicht besser oder schlechter als der wirtschaftliche Konkurrent, der Barbar, der Feind oder schlichtweg der Fremde, der nicht dem „Wir“ entspricht und Futter für ein Feindbild sein konnte. Heute werden Feindbilder sehr stark über Ängste geprägt: z.B. Terror, welcher sich in vielen Fällen schon als fingiert herausgestellt hat.